Tagesbeginn

Aus dem Dunkel der Nacht
färbt kaum lauter als Stillehochsensibilität_morgengrauen_klein
das Licht leise Grau
bewegt sich
kaum mehr als Ruhe
ein Grün im Schwarz der Bäume am Hang.
Nur die Erinnerung
an die Momente vorher
zeigt das Blau im Firmament,
von dem das Auge noch meint, es sei schwarz.
Die Ahnung von Braun sättigt die Äcker
In der Hoffnung auf Licht
und dem Wissen auf Zukunft.

Schwarz hat alle Farben.

So schildert eine hochsensible Freundin Ihr Erleben im Auto, als sie aus der Nacht durch die Morgendämmerung in den Tag fährt.
Sie sagt, der Zauber und die Sachtheit, mit der der Tag die Welt mit Farbe füllt und die Nacht die Farben leert, begleitet sie seit dem.

Diese und ähnliche Erfahrungen machen Hochsensible Personen (HSP) in Situationen, in den Normalsensible Personen (NSP) nichts Außergewöhnliches erleben. (Den Begriff: Normalsensibel habe ich entwickelt, weil ich den Begriff Nicht-Hochsensibel völlig eigenartig finde.)

Hochsensible haben großes Glück – Normalsensible auch.
Nicht besser – nicht schlechter – nur anders.
An dieser Stelle möchte ich Goethe zitieren:

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.

Oder fünf, oder zehn….

Wir alle bestehen aus eine großen Anzahl von Persönlichkeitsanteilen. Wir sind z.B. introvertiert oder extrovertiert, temperamentvoll oder ruhig, abenteuerlustig oder zurückhaltend.
Unser gelingendes Leben hängt nicht davon ab, welche Persönlichkeitsanteile in uns sind, sondern wie wir damit leben.
Der Zauber und die Vollkommenheit einer Person bestehen in ihrer Einzigartigkeit.

Meine Arbeit zu diesem Thema dient dem Erkennen in uns und in im Anderen der Kommunikation mit uns selbst und Anderen.

Hochsensibilität ist ein Wahrnehmungsphänomen.

Hochsensible verarbeiten die Sinnes-Wahrnehmungen von außen anders. Das heißt: die Sinnesorgane arbeiten wie bei Normalsensiblen, nur die Filter sind durchlässiger, die Reizverarbeitung intensiver.
Die Folge: Hochsensible haben sehr viel mehr „Wahrnehmungsinput“ und müssen infolgedessen deutlich mehr Reize verarbeiten.

Die Wahrnehmungen Hochsensibler Menschen können nur einen oder mehrere Sinne betreffen:

  • Hören, was normalerweise nicht hörbar ist.
  • Sehen, was normalweise nicht sichtbar ist.
  • Wissen, was keiner wissen kann.
  • Fragen beantworten, die noch gar nicht formuliert worden sind.
  • Bedürfnisse wahrnehmen, die ein Gegenüber noch gar nicht realisiert haben.

Das sind einige Beispiele aus der Erfahrungswelt Hochsensibler.

Hochsensibilität ist angeboren und vererbt sich weiter.
Aus meiner Sicht sind Hochsensible mit der Gabe gesegnet, für heile Beziehungen zu sorgen. Hochsensible sind seismographische Messtalente für Störungen in Beziehungen zwischen Menschen.

Was einem Hochsensiblen guttut, gereicht unserer Gesellschaft zur Heilung.

Für mich als Hochsensible war es ein wundervolles Geschenk, von der Thematik Hochsensibilität zu lesen und damit endlich klarer zu wissen, worum es eigentlich geht.
Und wie ich mit meinem besonderen Persönlichkeitsmerkmal in Gleichgewicht und Kraft sein kann.

Heute unterstütze ich vor allem hochsensible Menschen Ihre Gabe als Kraft zu erkennen und zu würdigen und damit erfolgreich zu sein.